Es ist schon erstaunlich, dass es Menschen gibt, da denkt man, die kennt man schon ein ganzes Leben... So auch bei Jean-Rene Coquelin und seiner Frau Martine. Die beiden kommen seit nun mehr 15 Jahre regelmäßig bei Ihrer Freundin Ingrid Gerdes unter. Jedes Jahr zum Karneval… „ Hier ist euer Hausschlüssel Jean-Rene und Martine!“ Greven kennen die beiden bestens, denn die Freundschaft zu Greven besteht nicht erst seit 15 Jahren. Die beiden besuchen Ihre Partnerstadt seit gut 30 Jahren. Die ersten 15 Jahre: „Da musste man reifen!“, so beschreibt Martine ihren Willen und die Sehnsucht zu Greven. „Aber dann kam das Angebot auf eine private Unterkunft. Ein neuer weg jedoch bei mittlerweile vertrauten Menschen“, sagten sich die zwei… „Aber wenn man so aufeinander hockt, dann ist das schon was anderes. Was ist erlaubt, wie weit kann man gehen…“

Unsere Eltern erzählten uns schon viel von dieser Stadt. Eine Stadt, mit vielen Brücken, eine Stadt mit viel Leidenschaft und mit Menschen, die wir mittlerweile Freunde nennen dürfen. Diese Freunde, kommen jedes Jahr nach Greven, um gemeinsam mit uns und den Grevenern Karneval zu feiern. Aber wir haben es noch nicht geschafft Montargis zu erleben.

Die Städtepartnerschaft zwischen Amilly und Nordwalde wurde – im Oktober 2017 – 40 Jahre alt. Deshalb liefen Nordwalder und Franzosen gemeinsam von Frankreich nach Deutschland. Mit dabei zwei Grevener: Jo Schreiber als Läufer und Hans Peter Riepenhausen als Begleiter.

Zwischen Deutschland und Frankreich gibt es ca. 2200 Städte-Partnerschaften. Diese Prägung europäischer Kooperation ist auch in Zeiten von Europaskepsis lebendig. Ihr kennt den Namen eurer französischen Partnerstadt, aber wart noch nie dort? Erlebt Montargis bei einer Begegnung, es gibt garantiert Vielfältiges zu entdecken.

Karneval in Greven, dass feiern wir traditionell mit unseren Freunden aus Montargis. Auf dem Karnevalswagen der Stadtwache Greven werden die Missen aus Montargis eingeladen ein unvergesslichen Tag zu erleben. Richard Ebbigmann heißt dabei ordentlich die Stimmung an. Und Udo Laufmöller, Präsident der KG Emspünte fragt auf den Marktplatz: "Vivre la France - oder was sagt man?" - Ein dreifaches Helau auf Greven und Montargis natürlich!

Nagelbalken, auch Nagelbank, Wettnageln oder Lustige Nagelei, ist ein populäres Geschicklichkeits- und Wettkampfspiel, das in kommerzieller Form auf Jahrmärkten und Volksfesten betrieben wurde und wird. Ziel des Spiels ist es, einen Nagel mit so wenig Hammerschlägen wie möglich in einem Holzbalken zu versenken. Notwendig sind dabei sowohl eine „ruhige Hand“ und Treffsicherheit, als auch je nach Holzart und -härte sowie Nagelgröße eine gewisse Körperkraft. (Quelle Wikipedia). Auf dem Jahrmarkt Foire de la Madeline im Jahr 2015 haben wir das Spiel mit unseren Freunden gespielt.

Vor 30 Jahren, zum Karneval 1988, las ich in der Zeitung eine Anfrage des Verkehrsvereins, der Quartiere suchte für Gäste aus Montargis. In mir erwachte der Wunsch, mein Schulfranzösisch mal wieder zu aktivieren und ich meldete mich. So entstanden unsere ersten Kontakte zu Montargis. Das Ehepaar, das mein Mann und ich beherbergten, lud uns daraufhin im Mai desselben Jahres zur Cavalcade nach Montargis ein. Das war – wie beim Karneval – ein Umzug von geschmückten Wagen und Tanz- und Musikgruppen durch die Straßen, nur waren die Wagen mit bunten Blumen bzw. Papierblumen aufwendig geschmückt. Wir lernten in diesem Jahr bereits das Ehepaar Manoue und Claude Matthews kennen, beide in der Partnerschaft mit Greven sehr aktiv.

Erstmalig kam ich 2009 durch die Brass Band der KG Emspünte mit Montargis in Kontakt. Mein Freund Frank Schulte suchte damals noch für das Schlagwerk der Brass Band Mitstreiter für die Tour zur Miss Wahl nach Montargis.  Frankreich war bis dato nicht mein favorisiertes Urlaubsland, was sicherlich daran lag, dass ich in meiner Schulzeit nur Latein und Englisch als Fremdsprache hatte und so auch als Schüler nie in den Genuss eines Schüleraustausches kam.